Costa de la Luz ...
Medina Sidonia

Die Touren im Überblick

Klippenwanderung zwischen Canos de Meca und Barbate/ Sendero Torre de Tajo

Südöstlicher Teil Naturpark Algocornales, Castellar de la Frontera/Jimena de la Frontera

Weiße Dörfer der Sierra de Grazalema mit Wanderung von El Bosque nach Benamahoma

Besuch einer Ölmühle in Ostandalusien

Sendero Punta del Boqueron, durch das Marschland bei San Fernando

Sherry-Dreieck zwischen El Puerto de Santa Maria - Rota/Chipiona / Sanlucar de Barameda und Jerez de la Frontera

Gibraltar

Tanger, Tor zum Orient

Granada-Tour - Tipps

Wanderliteratur

Klippenwanderung zwischen Canos de Meca und Barbate/ Sendero Torre de Tajo

Der Weg auf halber Höhe der Steilküste - durchschnittlich 30m über dem Meer – verbindet die Orte Canos de Meca und Barbate, ist also von beiden Seiten begehbar. Laufstrecke 7,5 km bzw. 15 km insgesamt, wenn man zum Ausgangsort zurück läuft.

Der Weg bietet wunderbare Ausblicke über das Meer, eine glitzernde Fläche aus Licht, bei klarem Wetter ist die afrikanische Küste zu sehen, zur anderen Seite die Steilküste mit Macchia und Baumbestand, vor allem Pinien, teilweise im Schatten liegend, so dass die Strecke auch im Sommer gut zu laufen ist. An manchen Abschnitten ist der Untergrund recht sandig, was das Gehen stellenweise etwas beschwerlicher macht, manchmal scheint man auf der alten Straße zwischen den Wachtürmen an der Küste zu laufen, von denen der Torre de Tajo noch erhalten ist. Dieser Turm gehörte zu einer Kette von Signaltürmen, die die spanische Küste vor Piratenüberfällen bzw. Eroberungzügen der Mauren schützen sollte.

Wer nicht beide Strecken laufen möchte, findet sicher in Barbate ein Taxi für den Rückweg nach Canos de Meca (oder per Anhalter….), umgekehrt, in Canos de Meca, dürfte das Auftreiben eines Taxis schwieriger sein.

Eine gute Alternative haben wir gewählt: an der Straße von Canos de Meca nach Barbate gibt es auf der rechten Seite einen „Wanderparkplatz“, nach der Kuppe, bereits wieder bergab fahrend. Dort kann man den Einstieg nehmen, zunächst zum Torre de Tajo laufen ( ca. 2km ), dann den Weg nach Barbate nehmen und auf dem Rückweg wieder zum Parkplatz abbiegen. Insgesamt dürften es um die 9km Wegstrecke sein, die dann zurück zu legen sind.

Am Einstieg befindet sich auch ein Überblicksplan, der die Orientierung erleichtert. Unterwegs gibt es keinerlei Einkehrmöglichkeiten, auf dem Rückweg mit dem Auto nach Canos de Meca kann man auf der dann rechten Seite das Area Recreativa anfahren, dort befindet sich eine nette kleine Waldgaststätte.

Anfahrt von Medina über Vejer de la Frontera, an der Kreuzung rechts halten Richtung Cadiz, dann am Kreisverkehr nach Canos de Meca orientieren. Vorbei am Cabo de Trafalgar nach Canos, dort im Ortskern nach Barbate abbiegen. Eine sehr schöne Straße durch den Naturpark La Brena führt zum Wanderparkplatz. Sonst am östlichen Ortsende von Canos den Einstieg nehmen, dort liegt ein nett aussehendes kleines Hotel auf den Klippen. Bei Einstieg in Barbate den Hinweisschildern auf die playas folgen, in westlicher Richtung bis zum Strandende, dort beginnt der Fußweg.

Südöstlicher Teil Naturpark Algocornales, Castellar de la Frontera/Jimena de la Frontera

Tagestour mit den Auto, ca. 200km Fahrstrecke

Castellar de la Frontera und Jimena ergänzen die Route der weißen Dörfer um den südöstlichen und östlichen Teil.

Weite Teile der Fahrstrecke führen durch den Naturpark Algocornales, auf einer kurvenreichen, gewundenen Straße, die jeden Motorradfahrer begeistern würde. Ende Oktober/Anfang November war außer uns so gut wie niemand dort unterwegs, dies galt im Übrigen auch für die beiden Dörfer, was in der sommerlichen Hauptreisezeit vielleicht ein bisschen anders aussehen könnte.

Castellar ist ein Dorf, das von der ursprünglichen Einwohnerschaft verlassen wurde, da es dort keine Wasserversorgung gab. Inzwischen sind die jetzt dort wohnenden mittel -und nordeuropäischen „Aussteiger“ allerdings am Netz. Liebevoll gepflegt sind die Häuser, üppiger Blumenschmuck in den Gassen, mehrere Künstler betreiben kleine Galerien. Alle Gebäude liegen innerhalb der noch ganz geschlossenen Stadtmauer, die man allerdings nicht begehen kann. Auf dem Weg nach Castellar und vom Dorf aus hat man wunderbare Rundblicke in das Umland, vor allem auch auf den Felsen von Gibraltar und die Bucht von Algeciras. Insgesamt sehr schön aber ein bisschen künstlich und museal für unseren Geschmack, außerdem fühlten wir uns an die Siebziger erinnert, die alten VW-Busse der Alternativos….

Jimena steht im Ortskern ganz unter Denkmalschutz, die große Burg aus dem 14. Jahrhundert ist sehenswert. Warum das Dorf selbst derart geschützt ist, hat sich uns nicht ganz entschlossen, uns haben andere Orte besser gefallen. Eindrucksvoll waren die vielen Fischadler, die über der Burg kreisten.

Um „voran“ zu kommen, haben wir von Medina aus die Autobahn nach Los Barrios/Algeciras genommen, dann noch ein kurzes Stück auf der Autobahn Richtung Malaga bis ungefähr San Roque, dort sind dann Castellar und auch Jimena ausgeschildert. Auf der Landstraße sind es ca. 20 km bis Castellar, dort am Schild „viejo“ orientieren und links abbiegen. Sonst kommt man in den neugegründeten Ort gleichen Namens. Eine schön gewundene Straße mit Blick auf einen Stausee führt dann zum alten Burgberg hinauf.

Nach Jimena sind es weitere 20 km, nach der Besichtigung führt die Straße zurück zunächst Richtung Ubrique durch ausgedehnte Korkeichenwälder, dann an der einzigen Kreuzung nach Alcala de los Gazules links abbiegen. Weiter durch ausgedehnte Waldgebiete, auf ununterbrochen kurvenreicher Straße erreicht man Alcala und kann von dort aus für die letzten 30km zurück nach Medina wieder die Autobahn benutzen.

Mit den Ortsbesichtigungen, kleinen Pausen und „Einkehrschwüngen“ haben wir rund 8 Stunden für die Gesamtstrecke benötigt.

Wer nur einmal durch die weißen Dörfer, den Naturpark und die Sierra touren möchte, sollte die andere beschriebene Strecke von Arcos über Zahara de la Sierra, Grazalema nach Alcala wählen, sie ist insgesamt eindrucksvoller und vielfältiger!

Weiße Dörfer der Sierra de Grazalema mit Wanderung von El Bosque nach Benamahoma

Tagestour: ca. 10 Stunden, je nach Aufenthalt in den Dörfern, davon Wanderung ca. 2 Stunden

Von Medina über die Kreisstraße zunächst nach Paterna, dann nach Arcos de la Frontera, ca. 30 km. Evtl. Besichtigung des sehr imposant über dem Fluss gelegenen Städtchens, kann man mit mehr Zeit aber auch gesondert unternehmen.

Weiterfahrt nach El Bosque, dem Ausgangspunkt der ca. 1,5 - stündigen Wanderung (5 km) am Rio Majaceite. Den Einstieg findet man am Ortseingang links, neben dem Hotel, von dort führt eine kleine Straße zum Fluss hinunter. Das Auto bleibt in El Bosque stehen, hinter der Brücke, nahe der Bushaltestelle, befindet sich ein Taxi – Hinweis mit Telefonnummer für die Rückfahrt von Benamahoma nach El Bosque. Wir haben am Zielpunkt einfach ein paar Leute gefragt, ob sie uns wieder mit zurück nehmen können, das hat sofort geklappt, stellt aber einen zeitlichen Unsicherheitsfaktor dar.

Dann die sehr schöne Wanderung am Fluss entlang, teilweise Galeriewald mit artenreichem Baumbestand, schattig – kühl durch das Wasser, daher auch gut im Hochsommer zu laufen. Nicht anspruchsvoll, insgesamt ca. um 150 Höhenmeter ansteigend bis nach Benamahoma. Dort endet der Weg bei einem sehr hübschen Gartenlokal (Ruhetag Montag), in dem man sich stärken kann und sicher auch immer Leute für die Rückfahrt findet. Oder von dort aus das Taxi kommen lassen! Die Wirtsleute helfen dabei sicher gern….

Die 5 km auf der Straße zurück nach El Bosque, per Anhalter oder Taxi, dort Weiterfahrt nach Zahara de la Sierra, der Beschilderung Algodonales folgen, auf den Abzweig rechts nach Zahara achten! Alternativ aber länger: gleich bis Algodonales fahren, links hat man einen schönen Blick auf Olvera, dann hinter Algodonales in Richtung Ronda bald rechts Richtung Stausee und Zahara de la Sierra einbiegen.
Das Städtchen liegt sehr malerisch oberhalb des Stausees, am Ortseingang gibt es einen Mirador ( Aussichtspunkt ) auf der rechten Seite, von dem aus man den Blick besonders gut genießen kann. Oberhalb des Dorfes, das eine kleine Tour sehr lohnt, liegt die alte Burg, Aufstieg lohnt sich wegen der Vegetation und des herrlichen Rundblickes!

Weiterfahrt nach Grazalema, dem Dorf, das der Region den Namen gegeben hat. Über eine fast hochalpine Serpentinenstrasse gelangt man zur Passhöhe, Grazalema liegt dann wieder etwas tiefer am Hang, auch hier bieten sich wunderschöne Ausblicke. Kleiner Rundgang durch das sehr gepflegte Dorf empfiehlt sich auf jeden Fall.

Nun geht es weiter nach Ubrique, auch eines der weißen Dörfer, das in sich aber nicht mehr so geschlossen wirkt wie die vorherigen, wir haben die Besichtigung ausgelassen.

Von Ubrique aus Rückfahrt durch eines der größten Korkeichen - Waldgebiete der Welt nach Alcala de los Gazules, fast endlos schlängelt sich die kurvenreiche Straße durch den Wald, dem Kerngebiet des Parque Natural de Algocornales. Zunächst dem Hinweis Cortes de la Frontera folgen, dann nach Alcala de los Gazules abbiegen .Obwohl Hauptsaison waren wir dort so gut wie allein unterwegs. Alcala ist auch ein sehr malerisches Dorf, von der auf dem Berg gelegenen Kirche hat man einen sehr schönen Blick zurück auf den Parque natural.

Von Alcala aus sind dann noch ca. 30 km über die Autobahn bis Medina zurück zu legen.

Alternatv:

Über Arcos und El Bosque nach Zahara de la Sierra fahren, dort Station machen, die sehr gepflegte Alt – „Stadt“ besichtigen, eine der netten Kneipen an der Kirche anlaufen und später auf die alte Burg klettern. Sehr schöne Vegetation dort und von oben eine tolle Rundsicht. Zahara ist noch ziemlich geschlossen in seinem Erscheinungsbild, kaum Neubauten, und der Stausee gibt dem Ganzen einen schönen Hintergrund.

Wer nicht in Zahara gevespert hat, kann das in Grazalema nachholen, auch dort gibt es nette Bars und Kneipen. Vorher erlebt man die atemberaubende Passstrasse, die immer wieder neue Ausblicke auf die Berglandschaft und den Stausee bietet.

Weiterfahrt von Grazalema wie oben beschrieben, über Benaocasz nach Ubrique, das haben wir uns inzwischen näher angeschaut, man kann es getrost auslassen, es sei denn, man ist speziell an Lederwaren interessiert. Diese werden in dem Städtchen produziert und die Lederproduktion scheint den Haupterwerbszweig in dieser abgeschiedenen Region darzustellen.

Dann den Hinweisen auf Cortes de la Frontera und Alcala de los Gazules folgen. Kurvenempfindlichen Menschen wird die Schlängelei eventuell etwas zu schaffen machen!

Für diese Alternativroute sind in etwa 6 Stunden – je nach Pausenstationen – einzuplanen.

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Besuch einer Ölmühle in Ostandalusien

Längere Tagestour, siehe Straßenkarte Andalusien, evtl. mit Übernachtung

Baena ist berühmt für eine besonders hochwertige Olivenölqualität, das „flor de aceite“ (Blume des Öls). Ungewöhnlich ist die Herstellung: Nur durch das Eigengewicht des Olivenbreis, also ohne zusätzliche Pressung, tropft das besonders säurearme Öl ab.

Ein Familienbetrieb, in dem diese traditionelle Methode mit viel Handarbeit praktiziert wird, ist die Ölmühle „Nunez de Prado“ in Baena, Avenida de Cervantes 15, nahe des Stadtparks (von Cordoba kommend auf der linken Seite der N-432 gelegen), Tel. 957670141, Öffnungszeiten 9-14 und 16-18h, Anmeldung empfohlen. Die Pressung der Oliven ist nach der Ernte, also im Winter zu sehen.

Baeza ist eines der Zentren der ostandalusischen Olivenöl-Erzeugung. In der „Casa del Aceite“ ( Paseo de la Constitucion 9 ) kann man Öle aus der Region kaufen. Wie man es herstellt, was man alles aus Olivenöl machen kann und die Kulturgeschichte des Olivenbaumes erzählt das „Museo de la Cultura del Olivo“ in der Hazienda de la Laguna. Anfahrt: A-316 Richtung Jaen, nach ca. 9km hinter Puente del Obispo rechts abbiegen und noch ca. 2km weiter fahren. Öffnungszeiten Museum: Di-So 10:30-13:30, 16:30-19:00h im Winter 10:30-14:00, 16:00-18:30h.

Zu diesem Landgut aus dem 17. Jahrhundert gehört auch ein angenehmes Hotel, Info unter:

http://rgo.net/lalaguna

Schon beim Flug über Andalusien sind sie unübersehbar, die so akkurat ganze Gebirge überziehenden Plantagen von Olivenbäumen. Die dunkelgrünen Blattkronen heben sich vom rotbraunen bis bleichen Untergrund markant ab. Besonders in den hügeligen Regionen der Provinzen Jaen, Granada und Cordoba wurden die ursprünglichen Wälder zugunsten der Kulturpflanze großflächig beseitigt, andere Möglichkeiten der Landnutzung wären hier schwierig, dagegen erträgt der Ölbaum nährstoffarme Böden und sommerliche Trockenheit ohne Klagen. Lediglich im Herbst benötigt er zur Ausbildung seiner Früchte etwas mehr Wasser und längere Frostperioden unter -5 Grad können zum Ausfall einer ganzen Ernte führen.

Sendero Punta del Boqueron, durch das Marschland bei San Fernando

Laufstrecke ca. 5 km, beliebig zu verlängern

Der Sendero beginnt an der Playa Camposoto und zwar an ihrem westlichen Endpunkt. Dort befindet sich ein Parkplatz mit Hinweistafel.

Teilweise auf Holzstegen, teils durch lockeren Sand und daher etwas beschwerlicher zu begehen, führt dieser Weg durch das Dünenhinterland und Marschgebiet hinter dem Strand.

Hinweistafeln erläutern die verschiedenen Pflanzen, die in aufeinander folgenden Etappen die Dünen und das Feuchtgebiet besiedeln. Hier wird versucht, die Dünenlandschaft zu konservieren bzw. wieder „aufzubauen“ und den jährlichen Schwund durch Winterstürme und Hochwasserstand aufzufangen. Der gesamte Bereich steht unter Naturschutz, Hotelbauten sind daher auch in den nächsten Jahren nicht zu erwarten.

Dem Weg folgend hat man schöne Aussichten auf das Hinterland, Cadiz, Chiclana und auch bis Medina Sidonia, an vielen Stellen kann man Durchgänge zum Strand finden und ein Stück auf diesem entlang laufen, hier dürfte auch im Hochsommer kaum Betrieb herrschen. Der Blick wird dann vom Inselcastell vor Chiclana beherrscht.

Die Anfahrt, ca. 30 Minuten von Medina aus, ist nicht ganz einfach.

Zunächst bis zur Autobahn Richtung Chiclana/Cadiz fahren, auf dieser Richtung Cadiz bis zur letzten Ausfahrt in San Fernando (San Fernando Oeste). Dort erst geradeaus in die Stadt hinein, dann leicht rechts halten, am Gelände des puerto vorbei….zwischendurch gibt es auch mal ein Hinweisschild auf diesen Strandabschnitt!

Die Ortschaft San Fernando hat weiter nichts Großartiges zu bieten, man kann den Ausflug aber vielleicht mit einem Einkauf im Centro Comercial verbinden. Dieses liegt auf der anderen Seite der Autobahn, ist also schon bei Anfahrt gut zu erkennen. Unter anderem gibt es auch einen kleineren Corte Ingles, leider ohne Lebensmittelabteilung, denn dort kaufen wir ansonsten gern unser bevorzugtes Olivenöl der Marke Oleaurum.

Sherry-Dreieck zwischen El Puerto de Santa Maria - Rota/Chipiona / Sanlucar de Barameda und Jerez de la Frontera

(Halb - )Tagestour mit dem Auto

Wo kommt der Sherry her?
Der Frage kann man bei dieser Tour nachgehen, evtl. verbunden mit einem Mittagessen am Ribera de los Mariscos ( zahlreiche Fisch – und Meeresfrüchte-Lokale ) in El Puerto de Santa Maria. Ausführliche Infos zum Sherry vorab z.B. über www.sherry-info.de

Von Medina aus nach Chiclana fahren, dort auf die Autobahn Richtung Cadiz, bei San Fernando der Ausleitung nach Sevilla/Puerto Real folgen, auf dieser Autobahn bis zur Abzweigung Puerto de Santa Maria. In der Hauptsaison wirkt das Städtchen ziemlich verkehrsüberlastet, da auch viele einheimische Touristen zum Meeresfrüchtegenuss dorthin fahren….am besten dem Schild „centro urbano“ und dann dem Parkhinweis „ Mediterraneo“ ( bewacht, gebührenpflichtig ) folgen. Von dort gelangt man schnell zu den Restaurants, kann ein bisschen durch Puerto flanieren, dort befindet sich, zentral gelegen, auch die Osborne Bodega.

Weiterfahrt über eine Schnellstrasse nach Rota, dort stößt man zunächst auf eine riesige amerikanische Marinebasis und viel Sperrgebiet, aber auch auf die ersten Rebstöcke, die so klein gehalten werden, dass sie uns zunächst gar nicht aufgefallen sind im Landschaftsbild.

Ein kleiner Rundgang durch Rota lohnt sich, es gibt einige „Fressgässchen“ im centro urbano, das in seinem Charakter wieder an Puerto de Santa Maria erinnert.

Durch Wein“berge“, es handelt sich eher um Flächenanbau, gelangt man weiter nach Chipiona, das wir allerdings nicht näher in Augenschein genommen haben, weil der Reiseführer hier nichts Sehenswertes vermerkt. Uns fielen die zahlreichen Gartenbaubetriebe und Blumenzüchter auf, hier scheint sich ein Zentrum für Zucht und Versand entwickelt zu haben.

Nach wenigen Kilometern erreicht man Sanlucar de Barameda, wo die Sherry - Spielart des Manzanilla (sehr trocken) ausgebaut wird, entsprechend viele Bodegas findet man im Altstadtbereich. Einige schöne Plätze mit Bars und Restaurants geben dem Städtchen mehr Flair als Rota, auf der Anhöhe befindet sich eine recht gut erhaltene Burganlage, von der aus Isabella die Katholische zum ersten Mal das Meer gesehen haben soll. Das Museo del Mar ist eine private Initiative eines begeisterten Muschelsammlers, auf dem Weg zur Burg hat man kurz vor der Kirche einen Blick in den Hinterhof des Museums, dort liegt ein Schiff zwischen den Dächern der Altstadthäuser. Die Tore einiger Bodegas stehen offen, die Innenhöfe sind sehenswert.

Von Sanlucar geht es zurück Richtung Jerez de la Frontera, ca. 15 km, dieser Teil der Strecke erinnert am ehesten an Weinberge, in den ausgedehnten Ländereien liegen die Haziendas der Großgrundbesitzer. Insgesamt sollen es so ca. 10.000 ha Anbaufläche sein, auf denen die Trauben gezogen werden.

Am besten auf der ausgebauten KFZ Strecke bleiben bis Jerez Norte/Aeropuerto, dort kann man auf der Autobahn Richtung Cadiz zurück fahren bis zur Ausleitung Jerez Sur/Algeciras und auf dieser Autobahn die rund 30 km nach Medina zurücklegen. Ist zwar ein Umweg, vermeidet aber die Durchfahrung von Jerez, die für Ortsunkundige ziemlich kompliziert und wegen des Verkehrs auch meistens zeitaufwändig ist.

Gibraltar

Ein Ausflug nach Gibraltar ist für die meisten Reisenden ein „must“ – die kuriose Zugehörigkeit zu Großbritannien, der Stachel im Fleisch der Spanier, die diesen Felsen gerne übernehmen würden. …als Deutsche stehen wir diesen Streitigkeiten eher neutral gegenüber. Sicher, the rock beeindruckt durch seine Einzigartigkeit, eine 425 m hohe solitäre, steil abfallende Felsspitze aus Muschelkalk in einer ansonsten weich fließenden Hügellandschaft. Bereits bei der Anreise vom Flughafen Malaga hebt sich dieses Symbol imperialer Sicherung der Seewege vom glitzernden Spiegel des Meeres ab. Bei klarem Wetter zeichnen sich im Hintergrund die dunstigen Höhen Marokkos ab.

Am Fuße dieses Felsens entdeckt man bei näherem Hinschauen eine eher schnöde Hochhausbebauung, teilweise auch nicht gerade in bestem Zustand, dafür aber sehr sehr teuer zu erwerben, wahrscheinlich ein Steuersparmodell für betuchte Engländer. Im Hochsommer walzt sich der Touristenstrom durch die Straßen und Gassen und am cable car heißt es lange anstehen, um bequem auf den upper rock zu gelangen; das Fassungsvermögen der Gondeln ist einfach zu gering. Für etwas mehr Geld kann man einen Taxibus nehmen und an den wesentlichen Aussichtspunkten aussteigen und verweilen. Die Besonderheit Gibraltars sind ja unter anderem die Affen (welche ?, die mit den 2 langen oder kurzen Beinen…). Sonst gibt es den kleinen Botanischen Garten zu sehen, die Bobbies und roten Doppeldeckerbusse, die Wachablösung beim Gouverneurspalast, ein bisschen Britisches eben, wie auch das ale, fish and chips und die Trikots der Fußballclubs der Insel.

Für Raucher und Liebhaber von Whiskys lohnt sich das Einkaufen: alles steuerfrei! Man sollte sich aber mit dem shoppen beeilen, die Läden schließen – ganz britisch - abends bereits um 19:00 Uhr!!!!

Die Anreise von Medina aus ist denkbar einfach: die Autobahn nach Algeciras/Malaga benutzen ( gebührenfrei ), bis Ausfahrt Gibraltar/La Linea de la Conception. Dort den Hinweisschildern folgen und am Grenzübergang auf der spanischen Seite das Auto abstellen. Nun ein paar Schritte zu Fuß durch die Grenzkontrollen und auf der anderen Seite in einen der Pendelbusse zur Stadt einsteigen. Die Fahrt kostet 90 Cent, das Tagesticket 2 Euro, egal ob man den schlichten blauen Citybus oder den roten Doppeldecker benutzt. Etwas Verzögerung kann entstehen, wenn gerade ein Flugzeug einfliegt, dann ruht nämlich der Autoverkehr, da die Rollbahn quer über die Fahrbahn verläuft. Ruhenden Verkehr darf auch erwarten, wer mit dem Auto nach Gibraltar hinein fährt: die Ausreisezeit beträgt u.U. mehr als eine Stunde und wer sich verspätet, kommt gar nicht mehr hinaus: Um 21:00 Uhr „schließt“ Gibraltar. Für die einfache Fahrt von ca. 80 km ist übrigens eine knappe Stunde einzuplanen, dieser Autobahnabschnitt ist wenig befahren und es gibt unterwegs keinerlei Raststätten, die Tankstellen liegen etwas abseits, also besser vorher nachtanken!

Tanger, Tor zum Orient

Tagestour: mit dem Schiff von Tarifa nach Tanger ( ca. 50€/Person )

Wichtig: Für alle Individualreisen nach Marokko ist ein Reisepass erforderlich!!!!
Sonst besteht die Möglichkeit, sich einer geführten Reisegruppe anzuschließen, dann genügt der Personalausweis.

Die Fahrt nach Tarifa dauert ca. 1,5 Std, zunächst bis Vejer de la Frontera, an der Kreuzung nach Algeciras links abbiegen, vorbei an Zahara de los Atunes, durch die Windkraftanlagen nach Tarifa. Vor dem Stadttor zur Altstadt rechts zur Fähre einbiegen, die Beschilderung ist gut, Parkplätze sind eher knapp, auf die Nebenstraßen ausweichen, wenn belegt.

Die Fähre legt alle 2 Stunden ab, ab 9:00h morgens ist die Überfahrt möglich, dabei sollte man aber beachten, dass die Zeitverschiebung gegenüber Marokko im Sommer immerhin - 2 Stunden beträgt. Um zur Hauptgeschäftszeit in Tanger anzukommen reicht es also aus das Schiff um 11:00h zu nehmen, tatsächlich fährt es dann ca. 11:30h und man ist um kurz nach 10:00h morgens in der Stadt. Der Hafen liegt sehr zentral zur Altstadt „ Medina“ und zur „Kashba“, dem alten Burgbereich, beides ist gut ausgeschildert und zu Fuß in ein paar Minuten erreichbar. Diese Stadtbezirke dürften wohl die meisten Besucher anziehen, um ein bisschen arabisches Flair zu genießen, den gesichtslosen Neustadtbezirk haben wir uns erspart.

Ausgesprochen unangenehm und lästig ist die ständig aufgedrängte Betreuung durch selbsternannte Stadtführer, die man kaum wieder los wird. Vor allem Blickkontakt und spontanes Eingehen auf die Ansprache sollte unbedingt vermieden werden, ist der Kontakt einmal hergestellt, hilft so gut wie nichts mehr. Gegen eine Aufwandsentschädigung von 10 – 20 € schleppen einen die Führer zu Gewürz – und Teppichläden und haben eigentlich nur einen Vorteil: dieser Führer schirmt dann gegen weitere Kontaktversuche ab.

Bei den angepriesenen Läden ist Vorsicht geboten, hier werden oft überteuerte Preise verlangt!

Wie üblich teilt sich die „Medina“ in mehrere Handels – und Gewerbebezirke, zunächst erreicht man Fisch – und Fleischmarkt…das Getümmel und die hygienischen Verhältnisse sind faszinierend und bedenklich gleichermaßen, dann Metallbearbeitung , Gewürzhändler ( billig ! ) und natürlich Teppichhandel. Die Orientierung in der Medina ist nicht allzu schwierig, allerdings sind die Gassen sehr eng und eignen sich prima für Taschendiebstahl! Aufwärts kommt man zwangsläufig zur Kashba, von der aus hat man einen tollen Blick über die Meerenge nach Spanien hinüber und auf die ganze Altstadt sowie den Hafenbereich.

Sollte einem das Gewusel irgendwann zu viel werden, bietet sich eine kleine Pause im Al Minzwah -. Hotel, etwas abseits der Medina mit schönem Patio und Garten, an.(Leute fragen, am besten in französisch ) Von dort ist es nicht allzu weit zum Hafen, die Fähren legen auch hier alle 2 Stunden ab. Wir haben einen ungünstigen Tag erwischt, an dem sich die Abfahrtszeit um 2 Stunden verspätete…viele Marokkaner waren wohl auf dem Rückweg aus den Heimatferien zu ihren Arbeitsplätzen nach Spanien, die Fähre rappelvoll…in Spanien ist es dann bereits 2 Stunden später, das sollte man bei der Planung der Rückfahrt berücksichtigen.

Umgangssprache in Tanger ist französisch, spanisch wird teilweise verstanden, die Teppichhändler sprechen auch englisch und teilweise deutsch. Geldumtausch problemlos in Wechselstuben oder direkt am Bankomat, Kreditkarten werden bei den größeren Händlern akzeptiert.

Granada-Tour - Infos & Tipps

Vorbuchung Tickets Alhambra:

Aus Spanien: 902888001

Ausland: 0003493492375

10 € für Alhambra + 5€ für Gärten

bei ihden-Reisen 28€ bequem vorzubestellen:

ihden-reisen@t-online.de

Tel. 49/(0)4136-910818

Bei Vorbuchung IBIS Hotel kostet Zimmer für 2 Personen 39€ statt 59€, nicht umbuchbar, nicht stornierbar, minimum 30 Tage vorher buchen.

Über www.ibishotel.com

Oder google: Ibis Hotel Granada

Wanderliteratur Andalusien

  1. Andalusien-Wanderführer
    ISBN 3765434892
    Bruckmann Verlag, 1999, € 14,90
  2. Wandern in Andalusien
    ISBN 3-7701-5220-4
    Dumont Reiseverlag, 2000, € 12,00
  3. Andalusien Süd. Rother Wanderführer
    ISBN 3-7633-4147-1
    Bergverlag Rother, 2004, € 12,90
  4. Ein Autoführer und Wanderführer
    ISBN 1856911284
    Sunflower / ILH-Verlag, 1999, € 10,20