Costa de la Luz ...
Medina Sidonia

Kulturprogramm und Besichtigungen

Die westandalusischen Städte wie Jerez, Cadiz und Sevilla sind von Medina aus sehr schnell zu erreichen, gut machbar ist auch die Strecke bis Cordoba, das mit der Mezquita einen absoluten Höhepunkt bietet (Tipp: bei Übernachtung dort ist das NH – Hotel empfehlenswert). Malaga und vor allem Granada mit der Alhambra liegen leider weiter entfernt, so dass man einen Besuch der Stadt Malaga gleich am Ankunftstag (bei Flug dorthin) überlegen sollte. Granada kann man notfalls auch als Tagesausflug besuchen, besser ist es aber, eine Übernachtung einzuplanen. Tipp: dort im IBIS-Hotel übernachten, bei Vorausbuchung von über 30 Tagen gibt es das Doppelzimmer für 39€, Karten für die Alhambra vorbestellen, z.B. bei Ihden – Reisen .

Ganz in der Nähe lohnt Cadiz (die wohl älteste Stadt Europas) einen Besuch, eine schöne Altstadt und die Uferpromenade laden zum Bummeln ein, die Kathedrale zur Besichtigung. Am besten nicht mit dem Auto hineinfahren, da schon in der Neustadt auf der Landzunge mit ständigem Stau zu rechnen ist – besser ist es, nur bis nach San Fernando das Auto zu nutzen (an der Strecke nach Cadiz ), dort am Centro Comercial (von der Schnellstraße gut zu erkennen an einem Mast mit Werbung für Mc Donald und Burger King und der inzwischen opulenten Haltestelle) das Fahrzeug abzustellen und mit der S-Bahn nach Cadiz zu fahren, sie fährt alle paar Minuten, der Bahnhof in Cadiz liegt direkt an der Altstadt und dem Fähranleger für die Kreuzfahrtschiffe.

Wer zufällig in der Faschingszeit in Andalusien sein sollte, kann in Cadiz eine Spielart des brasilianischen Karneval erleben, über gute 10 Tage ist die Stadt ein einziges Fest. Für Gourmets empfiehlt sich ein Besuch des Restaurants „ El Faro“, unbedingt vorbestellen!!

Jerez ist in 25 Minuten zu erreichen und bietet sich für einen Großeinkauf von Lebensmitteln ( Carrefour oder Lidl/Aldi ) an. Am besten über die Autobahn von Medina bis zu deren Ende in Jerez, dann geradeaus am Kloster „Cartuja“ vorbei, der Strasse folgen und am Piktogramm „centro“ orientieren. Nach dem Bahnhof nach links halten. An der großen männlichen Statue wiederum nach links halten und nach ca. 300m rechts einbiegen ( centro), dann dem Schild „parking centro“ folgen, dort Auto einstellen. Schön sind die zentrale Einkaufsmeile (Fußgängerzone Calle Larga ) und der tägliche Markt an deren Ende, der Alcazar hingegen ist nicht sehr gut erhalten. Ein Besuch der Bodegas mit Sherry-Probe, der Botanische Garten mit Zoo und vor allem die Reitschule mit den Cartuja-Pferden gehören zu den Highlights der Stadt. Im Mai finden außerdem internationale Motorradrennen statt ( circuito de velocidad etwas außerhalb ) und die „feria“ von Jerez (feria de caballo im Mai) genießt landesweiten Ruf. Im Herbst/Winter/Frühjahr bietet das Operntheater 2-3 Mal die Woche ein gemischtes Programm an.(www.teatrovillamarta.com)

Sehr sehenswert ist auch Sevilla mit dem Wahrzeichen Giralda und dem Torre de Oro, der dortige Alcazar ist nicht ganz so fantastisch wie die Alhambra in Granada, vermittelt aber mit seinen Gärten und Palasträumen maurische Lebenskultur und Kunst. Auch die Stadt hat schöne Straßen, Gassen und prachtvolle Gebäude, vor allem abends auch viel Flair, da die Geschäfte bis 22:00h geöffnet haben. Ab 17:00/18:00h wird die Stadt erst richtig lebendig, somit sollte man die Besichtigungen vorziehen und die Stadtatmosphere abends genießen. Es bietet sich übrigens an, der Beschilderung/Piktogramm „centro“ ab der Autobahn zu folgen, durch Wohngebiete kommt man zum Fußballstadion, dort im Kreisverkehr links orientieren und dem Paseo Cristobal Colon( vierspurig ) folgen, am Torre de Oro und Opernhaus/Stierkampfarena vorbei bis zum Hinweisschild parking paseo de colon, rechts einbiegen.Ist relativ teuer, aber zentral zu Alcazar und Kathedrale sowie Einkaufsstraßen gelegen.(Keinesfalls in die Altstadt fahren!!!) Die Kathedrale ist eine der größten Europas, Christopher Columbus soll dort begraben sein. Die Juderia, das ehemalige Judenviertel ist gleich hinter der Kirche, inzwischen aber eine Ansammlung von Kneipen und Andenkenläden. Berühmt ist Sevilla auch für die Prozessionen während der Karwoche (Semana Santa), in der die Jesusfiguren und Madonnen aller Pfarrkirchen in nächtlichen Prozessionen zur Kathedrale geführt werden und die Büßergemeinschaften in Kutten und Kapuzen folgen. Während dieser Woche ruht das Geschäftsleben mehr oder weniger, dafür sind kaum noch Parkmöglichkeiten nahe der Innenstadt zu finden. Gleiches gilt für die „feria“ im April!!!

Staatliche Machtdemonstration erlebt man auf der Plaza de Espana, nicht weit von der Kathedrale entfernt und gut ausgeschildert. Daneben liegt der Parque Maria Luisa, hier erholen sich die Sevillanos beim sonntäglichen Spaziergang. Nettes Ambiente für einen cafe solo findet man auch an der Uferpromenade des Guadalquivir, hier kann man auf Pontons über dem Fluß sitzen, was im Sommer auch etwas Abkühlung verspricht.

Grundsätzlich kann man damit rechnen, dass es in Sevilla rund 5 Grad wärmer als an der Küste und in Medina ist, im Sommer werden die Einkaufsstraßen mit Schatten spendenden Tüchern verhängt, dennoch haben wir einen Abend Ende September erlebt, an dem es um 22:30 noch etwa 36 Grad warm war. Sevilla verfügt seit 1992 über ein Operntheater, das Programm kann man unter www.TeatrodelaMaestranza.com einsehen und Karten auch online bestellen.

Die „weißen Dörfer“ von Arcos de la Frontera ( 30 km, Vejer 18 km, Ubique ca. 40 km ) bis Ronda ( weit zu fahren aber dort sehr schön die historische Stierkampfarena ) sind dagegen gut zu erreichen. Für fahrfreudige Menschen lohnt sich eventuell auch ein Besuch Portugals ( ca. 2,5 Std. einfache Strecke ), die Grenzregion am Rio Guadiana mit dem Städtchen Ayamonte hat uns gut gefallen. Das dazwischen gelegene industriegeprägte Huelva und die Stadt Faro lohnen im Übrigen keinen Abstecher.

In Richtung Osten (Mittelmeer) erreicht man nach ca. 80km Gibraltar, an der Küste entlang oder über die Autobahn Richtung Los Barrios, von Tarifa oder Algeciras kann man mit dem Hoovercraft in ca. 40 Minuten nach Marokko übersetzen. Tanger lohnt zumindest einen Tagesauflug in die Kashba, für die Einreise wird ein Reisepass verlangt!

Detailliertere Beschreibungen der Ausflüge in die weißen Dörfer, Naturschutzgebiete Sierra de Grazalema und Algocornales, in das Sherrydreieck zwischen Jerez, Sanlucar de Barrameda und Puerto de Santa Maria sowie nach Tanger finden sich unter: Ausflüge und Wanderungen, wir haben die Routen und Ziele getestet.