Costa de la Luz ...
Medina Sidonia

So fern und doch so nah - die Anbindung Medina Sidonias an Deutschland

Theoretisch lässt sich Medina Sidonia mit dem Auto erreichen. Von unserer süddeutschen Heimat sind es ca. 2.160 Km und das bei durchgehender Autobahn. Wer will kann also durchaus Medina als Endpunkt einer spanischen Küstenreise nutzen. Eine bessere Alternative, die sich unter zeitlichen und sogar ökologischen Gründen empfiehlt, ist das Flugzeug .

Medina Sidonia liegt im Umfeld mehrerer Flughäfen, die allesamt inzwischen sehr regelmäßig aus Deutschland angeflogen werden. Im Nord-Osten liegt 200 km entfernt der Airport von Malaga, der nach Palma de Mallorca aus Deutschland am Häufigsten angefloge Flughafen Spaniens. In Deutschland bietet inzwischen wohl jeder Flughafen auch eine Verbindung nach Malaga, die Costa del Sol zählt zu den beliebesten Reisezielen der Deutschen. Medina ist an diesen Flughafen perfekt über die (fast mautfreie) Autobahn angebunden. Im Nord-Westen liegt in ca. 120 km Entfernung der Airport von Sevilla, der inzwischen ebenfalls von "low cost" -Airlines angeflogen wird. Fast vor der Haustür (30 km) gelegen, ist der Airport von Jerez de la Frontera, ein kleiner, fast ausschließlich von Chartergesellschaften angeflogener Regionalflughafen. Etwas weiter entfernt, aber mit ca. 300 km durchaus noch im Bereich des Möglichen, liegt Faro in Portugal. Auch zu diesem Flugziel besteht zumindest im Sommer eine regelmäßige Verbindung. Wer sich Andalusien von Kastilien aus erschließen möchte und Kultur im Blick hat, kann die Reise auch von Madrid (ca. 500 km) aus starten. Auch angesichts dieser Vielfalt von Destinationen ist der Kundenstatus des Reisenden recht komfortabel. Es findet sich quasi immer eine günstige Möglichkeit der Buchung. Meist sind die Anfahrtsstrecken zu den Flughäfen in Deutschland und die Parkgebühren (wie absurd) in der Kalkulation entscheidender als der eigentliche Flugpreis (mit etwas Vorplanung außerhalb der Wochenenden lässt sich auch einmal ein Preis von unter 30 Euro für den einfachen Flug realisieren). Diesen Standort-Vorteil, vier Flughäfen in näherer Umgebung zu finden, dürfte wohl kaum ein Reiseziel des Südens so schnell schlagen. Auch dies war und ist ein Grund, weshalb Medina neben den kurzen Flugzeiten (2 - 3 Stunden) für uns so attraktiv erschien.

Die Airlines

Linienflüge sind zwar möglich aber wenig attraktiv, sowohl der Preis wie die Flugzeit stehen in keinem Verhältnis zu den Angeboten der "low cost" und Charter-Airlines. Im Sommer kann man sich durchaus einmal die Mühe machen im Reisebüro nach Charterflügen zu fragen, im Winter kommen hingegen nur die "low cost" Airlines in Betracht. "Easy Jet" fliegt von Dortmund, München und Basel fast täglich nach Malaga. "RyanAir" bedient Jerez fünftägig von Frankfurt-Hahn. Etwas teurer und wohl bald auch nicht mehr im Angebot sind die Flüge der "Air Berlin", die Malaga und seit neustem Jerez über das Drehkreuz Palma de Mallorca von vielen deutschen Flughäfen anfliegt.

Mietwagen

Bei Flugreisen bleibt das Problem der Mobilität am Zielort. Wir lösen es regelmäßig über die Buchung eines Mietwagens. Auch hier ist das Angebot inzwischen recht komfortabel. Die Vermietung an Flughäfen gehört zum Kerngeschäft aller Mietwagengesellschaften, entsprechend breit ist das Angebot. Die kleinste PKW-Kategorie ist bei Zweitverwertern pro Woche mit ca. 60 - 100 Euro zu kalkulieren. Ohne Mietwagen ist der Aufenthalt in Medina kaum zu empfehlen. Es bestehen zwar Verbindungen mit dem öffentlichen Nahverkehr (Bus) aber mit Ausnahme von Jerez ist kaum ein Ort und gleich gar nicht das Meer in angemessener Zeit zu erreichen.

Medina selbst ist egal aus welcher Richtung kaum zu verfehlen. Die mittelalterliche Lage hoch am Berg lässt die Stadt schon von Weitem entdecken. Im Licht der Sonne hebt sich dieses "weiße Dorf" strahlend hell vom erdigen Braun der Felder ab.