Costa de la Luz ...
Medina Sidonia

Strand und Baden

Die Costa de la Luz ist überreich an Stränden. Sie ziehen sich breit, feinsandig und flach abfallend die ganze Küste entlang, nur hin und wieder von Felsformationen in Abschnitte gegliedert.

Von Medina aus bieten sich mehrere Möglichkeiten an:

Die Playa Barrosa in Chiclana de la Frontera, Ortsteil Novo Sancti Petri, die Strände von

Conil de la Frontera und weiter östlich in El Palmar, Los Canos de Meca und Zahora.

Nach Conil nimmt man am besten die Straße Richtung Benalup/Vejer, sie ist gut ausgebaut und den Strand erreicht man nach ca. 30 Minuten. In beide Richtungen kann man nun kilometerweite Spaziergänge unternehmen. Im Stadtbereich und an der Strandpromenade bietet Conil eine touristische Infrastruktur. Biegt man am Ortseingang, 1. Kreisverkehr, nach rechts ab und folgt der Straße Richtung Cabo/Calas/Playas/Puerto ( einige wenige Kilometer), so erreicht man windgeschützte, kleine Buchten (Calas), die ein gewisses Maß an Privatheit bieten und, wenn der Levante bläst, auch in der Windabdeckung liegen. Treppen führen von der Straße zu den einzelnen Buchten hinunter und sind ausgeschildert.

Hinter Vejer verbindet die Stadt eine kleinere Straße mit den Stränden von El Palmar/Los Canos de Meca. Der Strand von El Palmar ist ruhiger, puderzuckerfein und weitgehend naturbelassen, in Canos de Meca beginnt schon die Steilküste, die bis Babate das Meer begrenzt (schöne Wanderung; siehe Ausflüge). Den Strand erreicht man am besten beim Restaurant „Pirata“ über die steile Treppe , das Lokal betreibt in der Hochsaison am Strand noch eine sehr nette lauschige Bar mit angenehmer Musik. Canos de Meca sei all jenen empfohlen, die, schon reich an Jahren, noch Erinnerungen an die Hippie-Kultur der 70er Jahre mit sich führen. In Canos de Meca scheint ein wenig die Zeit stehen geblieben zu sein.

Zwischen Conil und Canos liegt Zahora mit dem Kap Trafalgar. Hier weht ein wenig der Wind der Geschichte. Lord Nelson hat hier im Dienste der Krone 1805 sein Leben ausgehaucht. Postum siegreich und strategisch genial wie die Geschichte zeigt. Der heute hier stehende Leuchtturm mit denvorgelagerten Steinfeldern ist von der Straße nur wenige hundert Meter entfernt und sicher den kleinen Fußweg wert.

Nach Chiclana/ Playa Barrosa nimmt man die ausgewiesene Straße von Medina. Seit Neuestem ist die Trasse nach Chiclana großzügig (überdimensioniert?) ausgebaut (ein Entwicklungsgeschenk der EU wie auch die Autobahnen), so dass man zukünftig noch schneller am Meer sein kann (ca. 20 Min.). Sie mündet in die Nationalstraße, hier Richtung Algeciras ( nicht Cadiz ) orientieren und gleich die nächste Ausfahrt „Playa Barrosa“ nehmen, der Beschilderung „Barrosa“ folgen, so kommt man zum westlichen Ende des ca. 12 km langen Strandabschnittes. Eine Promenade mit einigen Bars ist hier vorhanden, ebenso wie Parkplätze. In östlicher Richtung am Ende dieser recht neuen urbanisacion Novo Sancti Petri liegen die großen Hotels hinter Dünen, durch die Holzstege zum Strand führen.

Der Service der großen Hotels lässt sich durchaus auch als Nichtresident nutzen, solange es kein All-inclusive-Hotel wie das RIU ist. Hier fehlt dem eingeschlichenen Nutzer das Stigma dieser Plastikarmbänder, das die Besitzer zum übermäßigen Gourmand werden lässt (wenn man schon bezahlt hat..). In der Hauptsaison bieten die Hotels einige Strandbars, hier ist dann gegen Bezahlung auch der Nicht-Gast willkommen. Von hier aus kann man bis zur urbanisacion Roque laufen, dort stößt wieder eine Felsnase bis zum Wasser vor. Dahinter nähert man sich den Calas von Conil von der anderen Seite.

Neben Baden und Strandleben bietet sich auch die Mitnahme eines Wellenbrettes an, der Atlantik schäumt an manchen Tagen bei auflandigem Wind zu ordentlichen Wellen auf. Alle Strände sind aber für Kinder bestens geeignet, flach und sehr sanft abfallend. Der Atlantik erwärmt sich natürlich nicht ganz so schnell, ab Mai bis November kann man aber mit Wassertemperaturen über 20 Grad rechnen, im Hochsommer bis etwa 24 Grad, Wasser und Strand sind sehr sauber.

Für Badefreaks kommt in der späteren Jahreshälfte auch ein Ausflug an das wärmere Mittelmeer in Frage, über die Autobahn sind es nur ca. 80km bis La Linea de la Concepcion/Gibraltar und bald darauf erreicht man die touristischen Strände von Estepona oder Marbella. Wir konnten dort noch im Dezember baden und auch im Frühjahr erwärmt sich das Wasser schneller. Einige Seen an dieser Strecke Richtung Mittelmeer, im Naturschutzgebiet Algocornales, bieten auch Möglichkeiten zur Erfrischung in Süßwasser, die Seen werden derzeit zu Erholungsgebieten ausgebaut.

Medina Sidonia selbst bietet ein kleines öffentliches Freibad, das piscina municipal, es liegt nur ca. 200 m Fußweg von unserer Wohnung entfernt unterhalb der Grundschule (Juni-September) .